Projekt

Der Bienwald-Radweg als strategisches Infrastrukturprojekt

Landkreis Germersheim

K23 im Bienwald
Kreisstraße K23 im Bienwald · Südpfalz.com

Der Landkreis Germersheim steht vor einer weiteren Modernisierung seiner Mobilitätsinfrastruktur. In den nächsten Tagen rollen die Bagger für ein Großprojekt, das weit mehr ist als eine "klassische" Baumaßnahme: Der Ausbau der ehemaligen Kreisstraße (K 23) zwischen Schaidt und der Landesstraße 545 zu einer modernen Fahrrad-Straße setzt neue Maßstäbe für die Region.

Das Vorhaben ist Teil eines dreiteiligen Mobilitätspakets des Landkreises Germersheim, das mit einem Gesamtvolumen von rund 2,04 Millionen Euro beziffert ist. Unterstützt wird das Projekt maßgeblich durch das Land Rheinland-Pfalz, das über das Sonderprogramm „Stadt und Land“ rund 1,35 Millionen Euro an Fördergeldern beisteuert. Damit wird die K 23 auf einer Länge von rund sieben Kilometern zu einer Lebensader für den emissionsfreien Verkehr transformiert.

Wirtschaftliche Impulse: Wertschöpfung für die Region

Große Infrastrukturprojekte wirken stets als Katalysatoren für die lokale Wirtschaft. Der Ausbau des Bienwald-Radwegs bildet hier keine Ausnahme und generiert direkte sowie indirekte ökonomische Effekte. Bereits in der Bauphase profitieren das regionale Handwerk und Planungsbüros von den Investitionen. Langfristig viel entscheidender ist jedoch die Stärkung der Alltagsmobilität. Gut ausgebaute Radwege machen das Fahrrad zu einer echten Alternative für Pendler. Wenn Arbeitnehmer den Weg zu den Wirtschafts- und Industriezentren der Südpfalz sicher auf zwei Rädern zurücklegen können, steigert dies die Attraktivität des Landkreises als Wohn- und Wirtschaftsstandort. Zudem sinken durch den Umstieg auf das Rad die externen Kosten für Straßenerhalt und Umweltbelastungen.

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