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Weinlese 2026 bei "Deutsches Weintor"

Ertragsunterschiede durch Trockenheit, Optimismus bei Traubenqualität und alkoholfreien Weinen

· Landau-Land, SÜW Tourismus

Die Weinlese 2026 bringt den Mitgliedsbetrieben der Winzergenossenschaft Deutsches Weintor je nach Lage deutlich unterschiedliche Erträge. Bei einem Weinlesegespräch am 18. September in Ilbesheim führte die Genossenschaft die Unterschiede vor allem auf die Trockenheit im Sommer und die jeweilige Bodenbeschaffenheit zurück.

Die Verantwortlichen sprechen von einem „neidischen Herbst“: Selbst auf engem Raum können die Erntemengen stark voneinander abweichen. Entscheidend ist demnach, wie viel Wasser die Böden speichern konnten. Zur erwarteten Gesamterntemenge und zum Vergleich mit den Vorjahren nannte die Genossenschaft keine konkreten Zahlen.

Die Qualität der gelesenen Trauben bewertet Deutsches Weintor positiv. Das Lesegut sei gesund und frei von Pilzbefall. Diese Einschätzung stammt allerdings aus dem jährlichen Weinlesegespräch der Genossenschaft; unabhängige Daten zur Qualität oder repräsentative Angaben für die gesamte Südpfalz liegen dazu nicht vor.

An dem Termin nahmen vonseiten der Genossenschaft der Aufsichtsratsvorsitzende Thorsten Schmidt, der Vorstandsvorsitzende Frank Jentzer, Kellermeister Michael Kern und Technik-Bereichsleiter Stefan Di Cursi teil. Zu Gast waren Landrat Dietmar Seefeldt und VG-Bürgermeister Torsten Blank.

Neben der Ernte ging es um das schwierige Marktumfeld für Wein. Deutsches Weintor will sein Angebot an alkoholfreien Weinen und Seccos ausweiten. Welche wirtschaftliche Bedeutung dieses Sortiment bereits für die Genossenschaft hat, bleibt jedoch offen: Zahlen zum Umsatzanteil, zum Wachstum oder zu den Kosten der Entalkoholisierung wurden nicht genannt.

Für die angeschlossenen Winzer ist neben der Erntemenge vor allem entscheidend, welche Auszahlungspreise sie für ihre Trauben erhalten. Angaben zu den Preisen für den Jahrgang 2026 gibt es bislang ebenso wenig wie zu den erwarteten Hektarerträgen. Damit lässt sich noch nicht belastbar beurteilen, wie sich die stark unterschiedlichen Erntemengen wirtschaftlich auf die einzelnen Betriebe auswirken.

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