Technologietransfer-Format „Bits, Bots und Blicke ins Innere“ für KMU angekündigt
Brückenschlag zwischen Hörsaal und Werkhalle: Wie IHK Pfalz und RPTU mit 'IN|NOVATE NOW' den Technologietransfer in die Pfalz pragmatisch organisieren wollen.
Die RPTU Kaiserslautern-Landau und die IHK Pfalz wollen kleinen und mittleren Unternehmen Einblicke in universitäre KI- und Forschungsinfrastruktur geben. Für den 17. November 2026 ist dazu die Veranstaltung „Bits, Bots und Blicke ins Innere – KI zum Anfassen“ geplant.
Der Termin gehört zur gemeinsamen Veranstaltungsreihe „IN|NOVATE NOW“, die bereits am 22. April 2026 mit einem Auftaktforum in der Festhalle Landau begonnen hatte. Angekündigt ist somit keine neue Transferinitiative oder dauerhaft verfügbare Infrastruktur, sondern eine weitere Veranstaltung innerhalb der laufenden Reihe.
Das Programm soll Führungen und Fachbeiträge zu mehreren Technologien umfassen. Dazu zählen leistungsfähige Recheninfrastruktur mit Grafikprozessoren, sogenannte GPU-Cluster, sowie Sprachmodelle und agentische KI. Letztere bezeichnet Systeme, die Aufgaben in mehreren Schritten weitgehend selbstständig bearbeiten können. Weitere Themen sind humanoide Robotik und industrielle Computertomographie. Vorgestellt werden soll dabei auch der Forschungs-CT „Gulliver“, mit dem Bauteile untersucht werden können, ohne sie zu zerlegen.
Im Mittelpunkt steht der Wissenstransfer in kleine und mittlere Unternehmen. Das Format soll Verantwortlichen einen direkten Einblick in Forschungsfelder und technische Anlagen ermöglichen und Kontakte zwischen Wissenschaft und Wirtschaft herstellen. Für Betriebe aus Landau sowie den Landkreisen Südliche Weinstraße und Germersheim kann der Termin eine erste Orientierung bieten, welche Technologien an der RPTU erforscht werden und wo sich mögliche Anknüpfungspunkte ergeben.
Wie weit der Transfer über diese Orientierung hinausreicht, ist derzeit allerdings nicht verlässlich zu beurteilen. Ungeklärt ist insbesondere, unter welchen Bedingungen Unternehmen nach der Veranstaltung Forschungsaufträge oder Kooperationen mit der Universität vereinbaren können.
Ob aus den vorgestellten Anwendungen konkrete Projekte mit Unternehmen aus der Südpfalz entstehen, hängt daher auch von zugänglichen Beratungsangeboten, klaren Zuständigkeiten und den Konditionen weiterer Kooperationen ab.