IHK-Konjunkturbericht Herbst 2026
Verhaltener Optimismus bei anhaltender Investitionsskepsis in der Südpfalz
Die wirtschaftliche Stimmung in der Pfalz hat sich im Herbst 2026 leicht aufgehellt, bleibt aber deutlich gedämpft. Nach dem am 13. Oktober veröffentlichten Konjunkturbericht der IHK für die Pfalz bewerten 20 Prozent der befragten Betriebe ihre Geschäftslage als gut. 30 Prozent bezeichnen sie dagegen als schlecht.
Auch die Erwartungen sprechen noch nicht für einen breiten Aufschwung. Knapp 60 Prozent der Unternehmen rechnen in den kommenden Monaten mit einer gleichbleibenden Geschäftsentwicklung. Lediglich 11 Prozent erwarten eine Verbesserung. Die IHK fasst den Befund als „Lebenszeichen in konjunktureller Misere“ zusammen.
Ein ähnliches Bild ergibt sich auf Landesebene: Der IHK-Klimaindex für Rheinland-Pfalz stieg im Herbst um acht Zähler auf 89 Punkte. Er liegt damit weiterhin unter der Schwelle von 100 Punkten, ab der die Kammern von wirtschaftlicher Expansion sprechen.
Für die Südpfalz liefern die Ergebnisse eine Orientierung, aber keine trennscharfe Bestandsaufnahme. Die veröffentlichten Werte beziehen sich auf den gesamten IHK-Bezirk Pfalz beziehungsweise auf Rheinland-Pfalz. Eigene Kennzahlen für Landau sowie die Landkreise Südliche Weinstraße und Germersheim liegen der Redaktion derzeit nicht vor. Deshalb lässt sich nicht verlässlich ableiten, ob die Geschäftslage und die Erwartungen der südpfälzischen Betriebe vom pfälzischen Durchschnitt abweichen.
Ebenso offen ist, wie sich die Erwartungen auf einzelne Branchen verteilen und welche konkreten Investitionsentscheidungen Unternehmen in der Südpfalz für 2027 treffen.
Als regionaler Leitindikator betrifft die Umfrage unmittelbar den Mittelstand, Handwerkszulieferer und Industriebetriebe in Landau, Germersheim und Südliche Weinstraße. Sie zeigt auf, wo der Schuh bei Beschäftigung und Investitionsentscheidungen im Wirtschaftsraum Südpfalz drückt