Hightech-Agenda RLP: Land präsentiert Wasserstoff-Tankkonzept
Forschungstransfer in die Pfälzer Industrie: Wie das IVW-Tankkonzept H2Flex den Nutzfahrzeugen der Region zugutekommen könnte.
Rheinland-Pfalz will Forschungsergebnisse schneller in die Wirtschaft bringen. Wissenschaftsminister Clemens Hoch und Wirtschaftsminister Michael Ebling stellten dazu am 21. Oktober 2026 in Mainz die „Hightech Agenda Rheinland-Pfalz“ vor. Als Beispiel für den geplanten Technologietransfer präsentierte das Land das Forschungsprojekt H2Flex des Leibniz-Instituts für Verbundwerkstoffe (IVW) in Kaiserslautern.
Bei H2Flex erforscht das Institut ein automatisiertes Fertigungskonzept für Wasserstoff-Drucktanks aus Faserverbundwerkstoffen. Die Tanks sollen sich in unterschiedlichen Geometrien herstellen lassen. Das könnte die Einsatzmöglichkeiten der Speichertechnik erweitern, weil der verfügbare Bauraum insbesondere bei Nutzfahrzeugen eine wichtige Rolle spielt.
Neu ist allerdings nicht das Tankkonzept selbst. Das Projekt und ein Patent des IVW bestanden bereits mindestens seit 2025. Die Nachricht liegt vielmehr darin, dass die Landesregierung H2Flex als Anwendungsbeispiel ihrer Hightech-Agenda ausgewählt hat und den Transfer aus der Forschung in die industrielle Praxis stärker gewichten will.
Möglicher Bezug zur Nutzfahrzeugregion Wörth
Für die Südpfalz ist diese Ausrichtung vor allem wegen der Nutzfahrzeug- und Zulieferindustrie im Raum Wörth und Germersheim von Interesse. Wasserstoffspeicher können insbesondere für schwere Nutzfahrzeuge relevant sein. Ob Unternehmen aus der Region bereits an H2Flex oder an Folgeprojekten beteiligt sind, ist jedoch nicht bestätigt.