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Der Automotive-Schock erreicht das Landauer Rathaus.

Wie die Krise der Zulieferer die Finanzen der Südpfalz-Metropole finanziell belastet.

Landau Rathausplatz, Denkmal Prinzregent Luitpold · Wikipedia, Tilman2007

Der Entwurf für Landaus Nachtragshaushalt 2026 weist ein Defizit von rund 33 Millionen Euro aus. Gegenüber der ursprünglichen Planung mit einem Minus von 22,3 Millionen Euro wächst der Fehlbetrag damit um knapp 11 Millionen Euro.

Als einen zentralen Grund nennt die Stadtverwaltung gesunkene Erträge aus der Gewerbesteuer. Sie verweist auf die schwache Konjunktur und die Krise der Automobil- und Zulieferindustrie in der Südpfalz. Wie groß der Gewerbesteuerausfall in absoluten Zahlen ist und welcher Anteil der zusätzlichen Haushaltslücke darauf entfällt, geht aus aktuellen Infromationen aus dem Rathaus allerdings nicht hervor.

Hinzu kommen steigende Ausgaben. Mehr Geld benötigt die Stadt nach eigenen Angaben für Bauleistungen sowie für die Bereiche Jugend und Soziales. Auch die Personalkosten nehmen infolge von Tarifabschlüssen und zusätzlichen Stellen zu. Das höhere Defizit entsteht somit aus einer Kombination sinkender Einnahmen und wachsender Aufwendungen.

Unterstützung erhält Landau aus dem rheinland-pfälzischen Landesprogramm „Handlungsstarke Kommune“. Für 2025 und 2026 sind jeweils rund 2,5 Millionen Euro vorgesehen. Nach Einschätzung der Stadtspitze reicht dieser Betrag jedoch bei Weitem nicht aus, um die Haushaltslücke auszugleichen.

Welche konkreten Konsequenzen das Minus haben wird, ist noch offen. Aus dem bisherigen Arbeitsstand geht nicht hervor, ob Investitionen verschoben, freiwillige Leistungen gekürzt oder Ausgaben im laufenden Betrieb gesperrt werden sollen. Ebenso fehlt bislang eine belastbare Einschätzung der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion zur Genehmigungsfähigkeit des Nachtragshaushalts.

Für die regionale Wirtschaft ist diese Entscheidung relevant: 

Einschränkungen bei städtischen Bauvorhaben oder Förderprogrammen könnten auch Handwerks-, Planungs- und Dienstleistungsunternehmen betreffen. Ob solche Einschnitte tatsächlich geplant sind, lässt sich derzeit jedoch nicht sagen.

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